There was some obvious truth to this. The Chinese cooking at the Phoenix was more authentic than in most of its American counterparts. Newcomers here were under relatively little pressure to 'Canadianize', to adapt their styles and manners to those of the host country; more easily than in the United States, they could go on doing things much as they'd done them at home. The English stayed English, the Chinese stayed Chinese. America was a land of immigrants, Canada a country of émigrés.
Wednesday, 14 July 2010
On Immigrants & Émigrés
There was some obvious truth to this. The Chinese cooking at the Phoenix was more authentic than in most of its American counterparts. Newcomers here were under relatively little pressure to 'Canadianize', to adapt their styles and manners to those of the host country; more easily than in the United States, they could go on doing things much as they'd done them at home. The English stayed English, the Chinese stayed Chinese. America was a land of immigrants, Canada a country of émigrés.
Monday, 12 July 2010
Philosophie-Atlas
"An sich interessiert sich die Philosophie nicht dafür, wer was wann und wo gesagt", beginnt Elmar Holenstein seinen wunderbar ansprechend gestalteten "Philosophie-Atlas" und fährt fort: "Worauf es ihr ankommt, ist vielmehr, ob das, was jemand, wann und wo auch immer, geäussert hat, als wahr oder falsch, gut oder schlecht, unsere Erkenntnis fördernd oder behindernd zu bewerten ist. Bevor wir jedoch eine Aussage beurteilen können, müssen wir sie verstehen.""Die Überzeugung, dass die Menschen von Natur aus gut und moralisch veranlagt sind, findet sich in Zhongguo/China so unerschütterlich vertreten wie in Europa und die gegenteilige Ansicht ebenso, selbst innerhalb ein und derselben philosophischen Lehrrichtung (von den Konfuzianern Meng Zi und Xun Zi). Man entdeckt in verschiedenen Erdteilen nicht nur dieselben fundamentalen Wertvorstellungen, sondern auch dieselben nicht harmonisch auflösbaren Wertkonflikte. Die bevorzugte Position angesichts solcher Antinomien und Konflikte mag von Fall zu Fall eine andere sein, jedoch nicht nur in den verschiedenen Erdteilen, auch zu verschiedenen Zeiten innerhalb desselben Erdteils, ja im Laufe der verschiedenen Lebensphasen ein und derselben Person. Was wir von anderen Erdteilen erwarten können, sind feine Unterschiede und vor allem, dass die gleichen oder ähnliche Überlegungen in einem anderen kulturellen Ambiente gemacht wurden, oft früher und gelegentlich später als in Europa, mit anderen Motivationen und mit anderen Auswirkungen."
"Zukunftsprognosen erschöpfen sich mit ermüdender Regelmässigkeit in der Voraussage einer linearen Fortsetzung von Entwicklungen der gerade verflossenen Jahre. Über kurz oder lang führt dann Unvorhergesehenes zu Weichenstellungen in ganz andere, ungeahnte Richtungen. An Vorstellungskraft scheint es auch jenen zu fehlen, die seit mittlerweile 200 Jahren Hegel folgend, ernsthaft ein Ende der Kunst, der Religion, der Philosophie, der Wissenschaft, der Geschichte und des Menschen (alles im Singular) wahrzunehmen glauben."
"Der Atlas der Philosophie" wäre schon allein des luziden Textes wegen ein empfehlenswertes Buch, doch es ist mehr, nämlich ein veritabler Atlas und das meint: auf 41 Karten und Schaubildern veranschaulicht der Autor "Orte und Wege des Denkens" (so der Untertitel). So zeigt eine Karte etwa die Einzugs- und Ausbreitungsgebiete der 'Europäischen' Philosophie, eine andere das Ausbreitungsgebiet südasiatischer Schriftkultur, Wissenschaft und Philosophie vom -4ten bis zum 18ten Jahrhundert und eine weitere die Philosophie in Zhongguo/China.
"Denkweise und Denkinhalte gewinnen an Tiefenschärfe und werden leichter begreiflich, wenn wir den Herkunftsort und die Lebensstationen eines Philosophen kennen, wenn wir beispielsweise wissen, dass Vico aus dem süditalienischen Napoli, Montesquieu aus dem französisch-aquitanischen Bordeaux, Rousseau aus dem französisch-schweizerischen Genève und Hume aus dem schottischen Edinburgh stammt", notiert Holenstein und in der Tat tun sich einem bislang ganz unerschlossene Dimensionen auf, wenn man jetzt etwa die Karte A 6 aufschlägt und staunend betrachtet, wo überall sich die Schrift- und Wissenschaftskulturen der 'Alten Welt' ausgebreitet haben.
"Allgemein gilt, dass in diesem Atlas die wichtigsten Lebensstationen von transkulturell und interkontinental bedeutenden Philosophen eingetragen sind. Orte und in den Registern auch Personen, denen eine überrragende Bedeutung zugeschrieben wird, sind fett hervorgehoben." Kaum hatte ich dies gelesen, wandte ich mich den Registern zu und was ich da fand, beeindruckte mich ausserordentlich, denn in diesen hat eine eigentliche Herkulesarbeit ihren Niederschlag gefunden. Was Holenstein da zusammengetragen und geordnet hat, ist ein veritables Nachschlagewerk der Weltphilosophie.
Wer so eurozentrisch geprägt ist wie ich und kaum je von chinesischen, japanischen oder indischen Philosophen gehört hat, für den sind allein die Register eine wahre Fundgrube. Und wenn man anschliessend mit dem Finger die Karten erkundet, tun sich einem ganz neue Welten auf, denn sich visuell führen zu lassen ist etwas ganz anderes als sich einfach seinen Wort-Assoziationen hinzugeben. Ich jedenfalls fühlte mich an die Entdeckungsreisen erinnert, die ich vor vielen Jahren mit dem Schüleratlas gemacht hatte - und fühlte mich bereichert. Sehr schön, dass es diesen Philosophie-Atlas gibt, meine Sicht der Welt ist durch ihn umfassender geworden.
Da die deutsche Ausgabe des Atlasses (Ammann Verlag, 2004) nur noch in Restexemplaren erhältlich ist, sei hier auch auf die italienische Ausgabe bei Einaudi "Atlante di Filosofia" (2009) verwiesen.
Saturday, 10 July 2010
Wondering into Thai Culture
Thais do not “thai” themselves to words. Our Western culture, by contrast, is so passionately harnessed to the force of language that we can hardly forebear from clutching at it as the key to unlocking all truths. Including those which lie in our neighbor’s heart and our own.
“No self, no permanence, no happiness” means: seek no more. What you see is what you get, and what you’re seen to be is what you’ve got.
Mont Redmond: Wondering into Thai Culture
Thursday, 8 July 2010
Pictures & Words
There is indeed no doubt about that. Gourevitch continues: "Just as it was a public service to release the Abu Ghraib photographs five years ago, Mr. Obama is right today to say we don't need more of them." For this Gourevitch offers two reasons: it would endanger U.S. troops (that is very likely indeed) and it wouldn't be telling us anything we do not already know (that however is very unlikely).
As he says himself, Gourevitch has seen "many more pictures than were ever published in the press" and he had also "more than two million words of interviews to work with, and as many words again of government paperwork, and in this way I could show that most of the worst things that happened at Abu Ghraib were never photographed." So he concludes that "in order to tell the story of the pictures most effectively, I decided not to include any of them in the book."
Well, why not, but as much as photos can distract from the story as much they can — together with the accompanying text — make the story more forceful. In short: we need both, pictures and words.
Excerpt from my essay "Fear of Pictures"
in Soundscapes, Groningen, June 2009
Tuesday, 6 July 2010
Telling Jokes in Japan
The businessman started his speech with a joke, the interpreter translated it and the audience shouted with laughter. The businessman was pleasantly surprised, it wasn’t even particularly funny. He told another joke and the same thing happened. It was the best joke he’d ever given – every joke got a laugh. After he finished, he thanked the interpreter and asked how she’d translated his jokes so successfully. It was easy she said. Each time he told a joke she warned the audience he was telling a joke, apologised for being unable to translate it and asked the audience to laugh.
Peregrine Hodson: A Circle Round the Sun
Sunday, 4 July 2010
Thailand Memories
The other day, I came across my diary of that trip and thought it rather strange that - while rereading it - it felt like no time had passed at all, that it was like I was living through the same intensities once again.
One of the peculiarities I had jotted down was the Thais' fixation on numbers: In a beer garden in Bangkok, I asked the cute waitress for her name. A5, she said - that was her number. When I stepped out of the elevator in my hotel, the cleaning lady looked at me and said: Ah, 428 - which was my room number.
In a restaurant on Kata Beach in Phuket I had a lemon juice. When I ordered a second one, the waitress brought me a slice of lemon, put it in my glass that was still half filled with crushed ice, and walked off again ...!?
Friday, 2 July 2010
Dirty Girls Social Club
Auf keinen Fall kann ein Therapeut die Verwicklungen der chronischen, von Müttern sanktionierten Untreue des Latino-Mannes auflösen. Das ist nicht nur ein Stereotyp. Ich wünschte, das wäre es. Wissen Sie, was meine kubanische Grossmutter in Union City sagt, wenn ich ihr erzähle, dass mein Mann mich betrügt? "Bueno, kämpfe härter um ihn, mi vida." Wie soll mir ein Therapeut dabei helfen? Dein Mann betrügt dich, und diese traditionellen Frauen, die eigentlich deine Verbündeten sein sollten - die geben dir die Schuld. "Na gut", sagt abuelita mit rauer Stimme und schwerem Akzent, während sie an ihrer schlanken Virginia saugt, "hast du zugenommen? Achtest du auch darauf, dass du gut aussiehst, wenn du dich mit ihm triffst, oder gehst du in diesen Jeans? Wie ist dein Haar? Hoffentlich nicht wieder zu kurz. Bist du schon wieder fett?"
Meine Therapeutin, eine Nicht-Latina mit eleganten Schals, glaubt, meine Probleme beruhten auf Dingen wie "der narzisstischen Persönlichkeitsstörung" meines Vaters, ihre Diagnose für die Art und Weise, in der er alles im Leben auf sich selbst, Fidel Castro und Kuba bezieht. Sie war noch nie in Miami. Wenn sie schon mal da gewesen wäre, würde sie begreifen, dass alle Exilkubaner jenseits der fünfundvierzig genau so sind wie Papi.
Alisa Valdes-Rodriguez: Dirty Girls Social Club
