Sunday, 7 June 2026

On Books & Travelling

Standing in front of my book shelves, I'm astonished how little (if at all) I recall of the content of all of these books that I have seemingly read – many of them however convey feelings (I felt totally absorbed when reading this or that tome) and memories of where and under what circumstances I had read them.

There's no system to my shelving books, a thriller can be found next to a memoir of addiction, the work of a nobel prize laureate in literature next to reflections on how to live well.

From time to time, I look at these shelves and realise that the covers or the book titles make my mind wander in time. John Ralston Saul's The Paradise Eater takes me to Bangkok's Sukhumvit area where I spent on and off some years in the 1990s. Jonah Blacks Arrow of the Blue-Skinned God, Retracing the Ramayana Through India reminds me of the time in my life when I felt totally entranced by literally everything from the Far East.

I've gone through quite different episodes in my life, and the books on my shelves give testimony to that. It started with my sports period (especially football), followed by my rock and pop period (I was singing in a rockband), and and and ... Lately, I concentrated mostly on thrillers and books on science.

The one constant of my life has been travelling, physically as well as mentally.

Santa Cruz do Sul, Brazil, 6 February 2026

Wednesday, 3 June 2026

The Big City. A Visual Anthology

"Die Idee zu diesem Buch entstand 2009 in Kairo, beim Besuch bei Freunden", schreibt Philipp Sarasin in seiner Einführung. "Die Megacity war überwältigend, anstrengend und in ihrer Komplexität kaum zu fassen." Megacities sind in der Tat so, jedenfalls die, die ich kenne, wobei für mich "kaum zu fassen" mit "nicht einmal ansatzweise zu fassen" ersetzt werden müsste.

Mehr als zwanzig Städte hat Philipp Sarasin im Lauf von fünfzehn Jahren besucht und dabei unter anderem festgestellt, dass sie sich immer ähnlicher werden. Und genau diesen Eindruck hatte ich auch, als ich diese überaus vielfältigen Fotos anschaute. Hätte mir die Bildlegende (die nur gerade eine Ortsangabe ist), nicht jeweils gesagt, welche Stadt (oder vielmehr: welchen Ausschnitt einer Stadt) ich gerade vor Augen hatte, es hätte in den meisten Fällen so recht eigentlich (fast) überall sein können.

So unterschiedlich diese Fotos auch sind, es ist die Uniformität, die mir den bleibendsten Eindruck hinterlassen hat. Wobei: So erstaunlich ist das letztlich gar nicht: In seinem Bestreben, speziell und anders zu sein, ist sich der Mensch eben überall gleich.

Besonders spannend waren für mich die Aufnahmen, die in Städten aufgenommen wurden, die ich aus persönlicher Anschauung kenne, etwa Panama City (das ich sofort erkannte) oder Jakarta (das ich ohne Bildlegende wohl nicht richtig zugeordnet hätte), oder Istanbul (das löste beim Lesen der Bildlegende ein Ja, klar aus), oder ganz speziell Bangkok (wo ich on and off einige Jahre zugebracht habe), das ich sehr gut getroffen fand.

Dass mich dieser Band anspricht, hat natürlich auch damit zu tun, dass ich seit einigen Jahren (nachdem ich über zwanzig Jahre über Dokumentarfotografie geschrieben habe) selber (fast täglich) fotografiere, und mir in Städten Ähnliches ins Auge fällt, wie ich es auch in The Big City vorfinde.

Panama City

New York

Los Angeles

Wie jeder Fotograf zeigt auch Philipp Sarasin nicht, was er gesehen hat, sondern was er sich zu fotografieren entschieden hat. Mit anderen Worten: Er hat ausgewählt, was er wie einrahmen, und was er uns zeigen will. In diesem Sinne ist jedes Fotobuch, ungeachtet des Sujets, letztlich ein Selbstporträt, das sagt: So will ich in diesem Moment die Welt sehen. 

Fotografieren bedeutet zu wählen. Was nehme ich in den Rahmen rein, was lasse ich draussen? Dass dieser Band viel Disparates nebeneinander präsentiert, hat meine Sympathie, denn so ist, jedenfalls in meiner Wahrnehmung, die Realität. Übrigens: Dass Fotos einem das Gefühl vermitteln können, die Realität abzubilden, ist erstaunlich, denn weder klingen, noch riechen sie. Doch sie sind Träger von Emotionen, und die prägen und bestimmen uns mehr, als uns bewusst ist. Understanding is a feeling, hat Robert Adams in Why People Photograph geschrieben.

Bangkok 

Bangkok

Was Philipp Sarasin motiviert hat, aufzunehmen, was er aufgenommen hat, weiss ich nicht. Ausser, dass ihn interessierte, "wie die Bedingungen beschaffen sind, unter denen Menschen heute in Grossstädten und Megacitys leben" (wie Fotos das zeigen könnten, entzieht sich mir), äussert er sich nicht. Da mich Motivationsforschung nicht interessiert, beschränke ich mich hier darauf, was die Fotos bei mir auslösen.

Zuallererst: Ich finde den Mix (Gebäude, Hochhäuser, Menschen, Autos, Fassaden etc.) überaus gelungen. Das bunte Nebeneinander von ganz Unterschiedlichem, am Tag und in der Nacht fotografiert, legt nicht gerade den Eindruck nahe, Stadtplanung sei hier federführend gewesen, wobei es auch immer wieder Stadtteile gibt, die eindeutig am Reissbrett entstanden sind.

Philipp Sarasin hat ein gutes Auge (man blättere etwa zu den Seiten 101, 105, 159 oder 211), und auch einen Sinn für das Witzig-Absurde. Ein Bild aus Nairobi, auf dem auch ein Raja Yoga Centre angepriesen wird. Oder die Bilder aus Los Angeles, insbesondere der Parkplatz mit Palmen und Hochhäusern im Hintergrund – ein ziemlich einzigartiges Porträt einer Stadt, in der man ohne Auto total am Arsch ist.

Die Bilder in diesem Band strahlen für mich die Stimmung aus, die Grossstädten eigen ist. Letztlich unfassbar, doch mich immer mal wieder an das Durcheinander auf einem Kinderspielplatz erinnernd. Besonders an den Rändern fransen diese Moloche richtiggehend aus (ich denke gerade an Lima). Dass diese Megacities überhaupt funktionieren (wenn auch nicht alle so wie Tokio), kommt so recht eigentlich einem Wunder gleich.

In meiner Zeit in Bangkok nahm ich hin und wieder den Bus und fragte mich gelegentlich, ob es für die Fahrer eigentlich einen Fahrplan gebe oder ob die alle irgendwann einfach  losfahren (oder auch nicht). Gestern bin ich im Bus eingeschlafen, sagte meine Freundin Jing einmal, und als ich aufgewacht bin, standen wir immer noch an der genau gleichen Stelle. Mit anderen Worten: Mich erstaunt und fasziniert, dass mir diese Aufnahmen ein Grossstadtgefühl vermitteln, das mir vertraut ist. Das ist vor allem deshalb erstaunlich, weil es Bilder ohne Worte sind, die dies bei mir auslösen.

Die Einführung von Philipp Sarasin, einem in Berlin und Zürch ansässigen Schweizer Historiker, wie auch der Essay des Kunsthistorikers Martino Stierli, der sich unter anderem der Frage widmet, "in welchem Masse der Blick auf das relativ neue Phänomen der globalen Megacity durch den Erfahrungshorizont jenes mitteleuropäischen Betrachters konditioniert wird."), sind auf Deutsch und Englisch verfasst.

Philipp Sarasin
The Big City
A Visual Anthology
Scheidegger & Spiess, Zürich 2026

Sunday, 31 May 2026

Die Fakten & Wir

 

Ein Titel auf Spiegel Online; „Schauspielerin Fritzi Haberlandt isst am liebsten Leberwurststullen.“ Hugo las zum ersten Mal von dieser Frau. Es zeigte ihm wieder einmal, wie uninformiert er war. Er wusste nicht einmal, was seine Nachbarin am liebsten ass.

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„… es ist therapeutisch, wenn du mit bestimmten Menschen sprichst. Du fühlst dich hinterher besser. Niemand weiss, warum. Es ist alles Chemie“, so die 94jährige Erika Freeman, die einst vor den Nazis fliehen musste, sich in New York als Psychoanalytikerin einen Namen machte, und mittlerweile wieder in Wien lebt. Den Florida-Golfer hält Erika Freeman für einen armen Mann, von seinem Vater nicht gemocht, von seiner Mutter für einen Nichtsnutz gehalten. Selbst Eltern, ging Hugo durch den Kopf, können manchmal ein gutes Gespür für ihre Kinder haben.

Wir kommen auf die Welt, dekonstruieren unsere Kindheit und dann sterben wir“, zitiert ihr Interviewer Dirk Stermann einen Comic aus dem New Yorker. Das deprimiert ihn. Ganz anders Erika Freeman. „Warum ist das deprimierend? Wir kommen auf die Welt, das ist doch schon mal sehr gut. Wir schauen, was in unserem Leben passiert, auch gut. Und wenn der Herrgott findet, dass wir genug angestellt haben, gehen wir.“

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Als der Physiker Leo Szilard eines Tages seinem Kollegen Hans Bethe mitteilte, er trage sich mit dem Gedanken, ein Tagebuch zu schreiben, fügte er hinzu, er habe nicht die Absicht, es zu veröffentlichen, er wolle nur die Fakten aufzeichnen, zur Information Gottes. Ob er denn nicht glaube, Gott kenne die Fakten, fragte Bethe. Sicher, er kenne die Fakten, doch diese Version der Fakten, die kenne er noch nicht, antwortete Szilard.

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Buddhisten glauben, das Ich sei eine Illusion. Wer sich die Tatsache vor Augen führt, dass alles in ständiger Veränderung begriffen ist, weiss das auch. Unser Lebenstrieb will hingegen, dass es ein Ich gibt. Da unser Lebenswille stärker ist als alle anderen Triebe, klammern wir uns daran — und leiden. Sich an der Vorstellung eines stabilen Ich festzuhalten, das es gar nicht geben kann, wird zwangsläufig ins Leiden münden.

Der Personenkult, den wir pflegen, ist nicht nur schädlich, er ist absurd. Und er entmündigt uns, weil er uns sagt, wir seien nicht in Ordnung, müssten anders und besser sein, am besten so wie die, denen andere Talente mit auf den Lebensweg gegeben wurden.

Hans Durrer, Heute Nicht! Die Geschichte einer Obsession, Tredition 2025

Wednesday, 27 May 2026

Das ist Glück

 

Es sei gleich gesagt: Niall Williams ist ein begnadeter Fabulierer und dieser Roman ein Lesegenuss erster Güte. Die Charakterisierungen der Gemeindemitglieder des kleinen irischen Dorfes Faha machten mich Tränen lachen "... die bereits drei Mal die letzte Ölung erhalten hatte, sich aber, hiess es, nicht in den Himmel aufmachen wollte, solange sie nicht sicher sein konnte, dass ihr Mann Tom am entgegengesetzten Ort gelandet war ...".

Es regnet, als ich mit der Lektüre beginne. Passender könnte es kaum sein, denn in Faha regnete es "zu jeder Tages- und Nacht- und auch zu jeder Jahreszeit, beachtete weder den Kalender noch die Wettervorhersage ...", bis der Regen dann doch aufhört, in der Karwoche 1958, als die Religion und der Glaube noch eine ganz andere Bedeutung hatten als heutzutage. Ein Haarschnitt am Karfreitag, hiess es damals in Irland, verbannte den Kopfschmerz für ein ganzes Jahr!

Faha ist ein aus der Zeit gefallener Ort, die Einwohner Neuerungen gegenüber skeptisch- Man kennt sich, weiss, wer wer ist und wohin gehört. "Direktheit lag nicht in der Natur von Faha." Und natürlich geht man in die Kirche. Und macht sich Gedanken über Gott. "Der Mensch ist ein so viel tiefgründigeres Wesen, als der Mensch selbst je ermessen kann (...) Ein Beweis, dass es Gott doch geben muss (...) anders lässt sich das nicht erklären."

Das ist Glück ist ein ungemein dichter Text, der mich dermassen begeistert, dass ich fast jeden Satz unterstreichen könnte, auf dass er sich in meine Gehirnwindungen eingraben möge, denn nicht nur schreibt Niall Williams überaus witzig, er vermittelt auch ganz viele hilfreiche Erkenntnisse, die einem die Welt neu sehen lassen. "... mit der jedem Hund eigenen Fähigkeit, gute Menschen zu erkennen...".

Hat man schon eine Weile gelebt (der smarte Erzähler ist 78) und ist zudem humorbegabt, dann sieht man das Leben (immer mal wieder) als die Komödie, die es auch deswegen ist, weil wir Menschen auf die eine oder andere Art wichtig tun müssen. Woran erinnert man sich eigentlich, fragt sich der Erzähler hin und wieder, und kommt zum Schluss, dass man das nicht wirklich sagen kann, doch dass einem dieses oder jenes manchmal heller und intensiver vorkommt. Und das reicht ja eigentlich auch. Niall Williams ist ein Philosoph, ein vom Leben geschulter. "All die kleinen Entscheidungen meines Lebens wurden mit dem Verstand getroffen, aber keine der wirklich wichtigen."

Das ist Glück spielt in einer Zeit als es noch eine Welt der Heiligen gab, und alle deren Namen wussten. Auch Mond und Sterne standen zur Verstärkung bereit. Zudem: "Die bekannte Welt war damals längst noch nicht so scharf umrissen, und Wissen wurde nicht mit Tatsachen gleichgesetzt. Geschichten waren so eine Art menschlicher Kitt." Die Welt, obwohl viel unbekannter als heute, kam einem damals bekannter vor.

1958 kommt der Strom nach Faha, und zwar in Gestalt des weitgereisten Christy, der für die Regierung arbeitet, und als Untermieter bei Noels Grosseltern einzieht. Eine Million Strommasten werden benötigt, doch da das irische Holz für Admiral Nelsons Flotte draufgegangen war und sich jetzt mitsamt der Flotte auf dem Meeresgrund befand, wurde man in Finnland vorstellig. Der Abgesandte Mangan hatte zwar keine Ahnung, was für einen Fisch ("grösser als der Teller") er vorgesetzt bekam, "aber mit genügend Salz, so seine Überzeugung, bekam man selbst ein Stück Holz hinunter." Die Bücher, die mich dauernd zum Lachen bringen, lassen sich an einer Hand abzählen. Das ist Glück gehört eindeutig dazu.

Am Beginn der Freundschaft von Christy (der nicht nur des Stroms, sondern auch einer alten Liebe wegen nach Faha gekommen ist) und dem siebzehnjährigen Noel (der dem Priesterseminar entflohen ist) steht ein Besäufnis mit einem anschliessenden Kater, der literarisch gleichsam veredelt wird. "Wenn man nach einer solchen Nacht erwacht, reagiert man mit einem Rezept universeller Gültigkeit. Es besteht aus einem Teil Scham, zwei Teilen Selbsttadel, drei Teilen Fassungslosigkeit, und der Rest ist blosses Staunen. Mein Mund fühlte sich an wie mit Sandpapier ausgeschlagen, meine Augen sassen auf Stielen. Nie zuvor hatte ich mich so wenig mich selbst gefühlt, was allerdings auch nicht eines gewissen Reizes entbehrte."

Das ist Glück wirft auch einen Blick zurück, nicht nur auf eine Zeit ohne Strom, sondern auch auf die Jugend, die einem im Nachhinein eigenartig, oft auch ziemlich blöd und gelegentlich rührend vorkommt. "Ich liebte sie so innig und rein, wie es einem Zwölfjährigen nur menschenmöglich ist. Selbstverständlich sprach ich nie auch nur ein Wort mit ihr und glaube nicht, dass sie es je erfahren hat."

Dass das Wesen des Menschen unergründlich ist, wissen zwar alle zum Denken Befähigte, doch selten wurde das so witzig beschrieben wie in diesem Roman. Man nehme etwa das Haar der Frauen. "Infolge eines ungerechten Paradoxes wünschten sich Frauen mit glatten Haar grundsätzlich Locken, während die mit Locken sich gerade Haare wünschten." Warum es so schwierig ist, sich als die oder der anzunehmen, als die oder der man zur Welt gekommen. lässt sich letztlich wohl nicht beantworten. Auch darin zeigt sich das Unergründliche des Menschen.

Das ist Glück ist ein wahrer Glücksfall. Sehr lustig, sehr clever sowie reich an vielfältig lehrreichen Einsichten, wie etwa der, dass jeder echte Realist über Genauigkeit und Strenge verfügt, oder dass jemand, der mit einer Religion aufgewachsen ist, sich davon niemals wirklich lösen kann, oder... Nein, Halt, Stopp! Selber lesen, es lohnt, garantiert.

Niall Williams
Das ist Glück
Roman
Ullstein, Berlin 2025

Sunday, 24 May 2026

Generation Beleidigt

Die ersten zwei Sätze der Einleitung bringen es auf den Punkt: „Im Mai 1968 träumte die Jugend von einer Welt, in der es verboten ist zu verbieten. Die neue Generation denkt nur daran, zu zensieren, was sie kränkt oder 'beleidigt'.“ Soll man da wirklich ein Buch drüber lesen? Wäre nicht gescheiter, sich einfach von diesen Leuten, die sich ständig beleidigt fühlen, abzuwenden? Caroline Fourest sieht das entschieden anders und berichtet unter anderem von französischen Lesbengruppen, die sich abgesondert haben. „Diese Frauen haben weder den Lauf der Welt noch die grassierende Homophobie auch nur um ein Jota verändert. Diese Radikalen sind oft Menschen, die weder die Kraft noch die Geduld haben, andere Menschen zu verändern.“

Doch weshalb sollte man das eigentlich wollen, „andere Menschen zu verändern“? Und zudem: Ist dieser mittlerweile grassierende Gesinnungsterror wirklich etwas Neues? Als ich Mitte der 1970er von Jura zu Ethnologie wechselte, stellte ich mit Befremden fest, dass die Ethnologen noch um einiges rechthaberischer waren als die Juristen, wohl auch deswegen, weil die Juristen die Macht verwalten und Ethnologen eh niemand ernst nimmt.

Das Leben ist unsicher. Und so streben wir nach Sicherheit. Nicht weil das eine schlaue Idee ist, sondern weil unser Lebenstrieb das so will. Diesem Streben nach Sicherheit ordnen wir alles unter. Die Folge ist, dass wir uns an allem festklammern, das uns Orientierung verspricht. Der Herkunft, der Rasse, der Zugehörigkeit, der korrekten Meinung. Unsere Welt, so Caroline Fourest, ist „zum Bersten identitär“ geworden.

Jede Identität ist kreiert und dauernd im Fluss. Sie festzumachen zu versuchen, sei es an der Hautfarbe, der Sprache oder den sexuellen Vorlieben, ist einerseits immer sehr willkürlich und andererseits oft selten etwas anderes als der hilflose Versuch, im Leben Halt zu finden. Gescheiter wäre, sich an der Realität, in der alles unsicher ist, auszurichten, anstatt sie zu verneinen, indem man auf Stabilität in der Form von Überzeugungen aus ist.

In der Essenz geht es bei der Frage, ob man sich bei einer anderen Kultur bedienen darf (Cultural Appropriation), um Zensur und um Leute, die sich zu Zensoren aufschwingen. Wir sollten uns weder solche Argumente noch solche Leute anhören, sondern einfach und gelassen unser Ding machen. „Ohne die Stones hätte der Blues die Pforten des Ghettos niemals überwunden“, lese ich zustimmend. Und auch dies: „Muddy Waters, der zu den 'Beraubten' gehört, hat darüber den genialen Satz gesagt: 'Sie haben mir meine Musik gestohlen, doch mir meinen Namen gegeben.'“

Generation Beleidigt zeigt die Entwicklung eines zunehmend rigiden gesellschaftlichen Klimas detailliert und gut nachvollziehbar auf. Immer wieder hatte ich bei den Fällen, die Caroline Fourest schildert, den Eindruck, diese Aufgeregtheiten und Empörungen müssten einen anderen Grund haben als die angeblich so verwerfliche kulturelle Aneignung. Nicht etwa, dass ich diesen kennen würde, doch die Gründe, die die angeblich Betroffenen anführen, nehme ich ihnen schlicht nicht ab. Auch deswegen nicht, weil sich viele zum Beispiel über Ausstellungen ereifern die sie gar nicht selber gesehen, sondern von denen sie gelesen oder gehört haben.

Die Autorin schreibt gut und witzig und scheut vor klaren Aussagen nicht zurück. Hier zwei Beispiele: „Man kann die Leute nicht mehr zählen, die gezwungen sind, Entschuldigungen vorzubringen, weil sie es gewagt haben, eine Afrofrisur, Dreadlocks oder bloss angeblich 'afrikanische' Zöpfe zu tragen.“ Und als eine schwarze Lesbengruppe deklariert: 'Wir glauben, dass die tiefste und möglicherweise radikalste Politik direkt unserer Identität entspringt und nicht der Aufgabe, der Unterdrückung von jemand anderem ein Ende zu setzen', kommentiert sie trocken: „Damit ist alles gesagt. Die eigene Nabelschau ist wichtiger, als für das Wohl der ganzen Welt zu kämpfen.“ Das Wohl der ganzen Welt? Geht es auch etwas kleiner?

Zu Recht stellt sie fest, dass „die wirklichen Diskriminierungen in den letzten Jahren zurückgegangen sind.“ Das hindert Berufs-Aktivisten allerdings nicht, ständig neue Diskriminierungen auszumachen. „Ganz so als hätten sie Angst, arbeitslos zu werden, stürzen sich professionelle Aktivisten auf belanglose Nebenschauplätze, um sie polemisch aufzublähen und zu übertreiben (...) die im Theater, in Kinos oder in der Universität falsche Feinde erschaffen, nur um einen Posten zu ergattern.“

Würde es dabei bleiben, wäre das Ganze zwar lächerlich (wie einiges im Theater, in Kinos oder in der Universität), doch eben auch einigermassen harmlos. Doch das ist es nicht. Die drastischen Konsequenzen dieser Beleidigten-Weltsicht benennt die Autorin nicht nur deutlich, sondern stellt sie auch in einen grösseren Zusammenhang: „Die Frage lautet nicht mehr, ob ein Mann eine Frau vergewaltigt, sondern ob er einer bedrängten Minderheit angehört oder nicht. Sollte dies der Fall sein, so hat die Verteidigung der vermeintlich bedrängten Minderheit Vorrang vor der Anzeige der Vergewaltigung. Genau so dachten vor dreissig Jahren auch die sektiererischen Marxisten, als 1976 eine Feministin von einem eingewanderten Arbeiter vergewaltigt worden war und ihre Genossinnen sie dazu anhielten, die Tat nicht anzuzeigen. Sie warfen ihr vor, dem Proletariat zu schaden und den rassistischen Bossen in die Hände zu spielen.“

Doch es gibt Leute, die sich wehren. Die Autorin, die sich der weitverbreiteten Opfermentalität nicht beugen mag, wie auch die Theatermacherin Ariane Mnouchkine gehören dazu. „Die allerschlimmste Zensorin“, so warnt Mnouchkine, „ist unsere Angst. Es ist sehr beängstigend, des Rassismus bezichtigt zu werden, unsere Ankläger wissen das.“

Generation Beleidigt präsentiert eine Fülle von überwiegend reichlich grotesken Beispielen, bei denen ich mich immer mal wieder darüber wunderte, in welchem Masse vielen modernen Menschen die Bodenhaftung abhanden gekommen ist. Sektierertum ist offenbar verbreiterter als mir bewusst war. Gedeihen konnte es vor allem, weil wir Meinungen zu ernst nehmen und dabei vergessen, dass es doch nur Meinungen sind.

Caroline Fourests Aufruf gegen intellektuelle Blindheit (der viele durchaus Intelligente erliegen) und gegen die Spaltung der Gesellschaft ist ein Plädoyer für Würde, Zivilcourage, eine gerechtere Welt und common sense (der bedauerlicherweise nicht sehr common ist).

Caroline Fourest
Generation Beleidigt
Edition Tiamat, Berlin 2020

Wednesday, 20 May 2026

Ein Eidgenosse in China

Uah”, ertönt es alle paar Sekunden hinter mir, “uah, uah” und es handelt sich wohl um Laute der Zustimmung, die der Mann da von sich gibt, denn sein Gesprächspartner redet ununterbrochen auf ihn ein. Der Minibus rast über die Autobahn. Ich gucke in die stockdunkle Nacht, sehe ab und zu Leuchtreklamen und Lichter von Häusern. Das ist jetzt also China

Wangming, der Verwaltungsangestellte für Foreign Affairs der Yang-En Universität hatte mich am Flughafen von Xiamen, eine Flugstunde von Hongkong entfernt, erwartet. ‘Hans’ stand auf dem Blatt Papier, das er den ankommenden Fluggästen entgegenstreckte. Die Rückseite des Zettels war mit chinesischen Schriftzeichen versehen, er erwarte noch einen Dozenten, einen Chinesen, der mit einem der nächsten Flüge eintreffen solle.

Ob man hier zwischenzeitlich einen Kaffee kriegen könne? Nein, sagt Wangming. Mich dünkt dies sonderbar, an einem internationalen Flughafen müsste sowas doch möglich sein.
Der Flug des chinesischen Dozenten hat Verspätung. Ich frage noch einmal wegen des Kaffees. Es gebe schon ein Restaurant, aber teuer, viel zu teuer. Na ja, so teuer kann das wohl nicht sein, wende ich weltmännisch ein. Die Rechnung für zwei Kaffee und ein Magnum-Eis beläuft sich dann auf 23 amerikanische Dollar.

Wie viele ausländische Dozenten denn an der Yang-En unterrichten? 28. Ob es welche gebe, die ihren Jahresvertrag verlängern? Eine Amerikanerin, die sei schon vier Jahre da. Doch letztes Jahr hätten zwei frühzeitig aufgegeben. Eine sei Amerikanerin gewesen. Und schwarz. Und damit hätten die Chinesen Mühe. Es sei der Frau aber auch gesundheitlich nicht gut gegangen.

Ich sähe aus wie ein Filmstar, sagt Wangming, das werde mir beim Unterrichten helfen. Ich fühle mich geschmeichelt. Später dann sagt er, ich erinnere ihn an einen früheren amerikanischen Präsidenten. An Reagan. Ah ja? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man da drauf kommen kann. Da wären mir ganz andere in den Sinn gekommen. Vielleicht hat der Wangming ja was mit den Augen.

Mein Appartement befindet sich im zehnten Stock eines Hochhauses (im Lift muss man das neunte Stockwerk drücken; das sei das Britische System, wird mir erklärt) und ist karg und lieblos eingerichtet, der Blick durch die Fenster geht auf Berge, einen Fluss und, vor allem, überaus triste Wohnblöcke. Tage später werde ich erfahren, dass es sich dabei um Studentenunterkünfte handelt.

An meinem ersten Tag zeigt sich der Himmel grau in grau, es ist windig, so um die 18 Grad. Ich binde mir seit Jahren wieder einmal eine Krawatte um, ich vermute, das gehört sich hier so.

Das Areal der Universität ist recht gross. Nein, nein, klein, sagt Wangming, der mich herumführt. Klein? Okay, mittel. Wie viele Studenten? 5’000. Und die wohnen alle auf dem Campus.

Es gibt einen Supermarkt, Restaurants, Friseur, Wäscherei, Buchhandlungen, Plattenladen, Bank und Post, es ist alles da, was man zum Leben braucht. Zwei Studenten sprechen mich an, sie wollen ihr Englisch ausprobieren. Das sei das typische ländliche China hier, sagen sie. Die ganz in der Nähe gelegene Stadt Quanzhou zählt 6 Millionen Einwohner.

Heute kehren die Studenten aus den Ferien zurück, werden zum Teil von Eltern und Verwandten gebracht. Vereinzelt sind neue und teuere Autos zu sehen. Ganz wie der Semesteranfang auf dem Campus in Cardiff, wo ich einst studiert habe.

Ich ziehe mich in mein Appartement zurück, packe die Koffer aus, gucke aus dem Fenster und wäre jetzt gerne bei Yonalkis in Havanna. Beginne Tolstois “Krieg und Frieden”, doch ich kann mich nicht recht konzentrieren.

Später am Nachmittag erhalte ich meinen Stundenplan. Ich werde “Spoken English” unterrichten, 18 Stunden pro Woche. Ausgehändigt werden mir auch – in dieser Reihenfolge – Listen mit den Namen der Studenten sowie Formulare, in welchen die Absenzen festzuhalten sind; zudem drei Exemplare des “English for international communication” – ein “student’s book”, ein “workbook” und die Lehrerausgabe.

Von der Yang-en Universität habe ich durch das Internet erfahren; sie bietet hauptsächlich eine Business-Ausbildung an. Ob es möglich sei, im Rahmen dieses Programms Kommunikation zu unterrichten?, hatte ich per Email angefragt. Und meinen Lebenslauf beigeschlossen. Sie würden meine Kandidatur akzeptieren, ich solle sowohl Zeugnisse als auch eine Kopie des Passes schicken. Kurz darauf erhielt ich den Vertrag laut welchem ich 12 bis 14 Stunden die Woche, “Economics and/or English” unterrichten würde.

In meinem Vertrag steht nichts von 18 Stunden”, sage ich zu Joe, der Chinese ist, doch wie alle Chinesen hier, die mit Ausländern zu tun haben, auch einen westlichen Namen hat (Wangming, der mich vom Flughafen abgeholt hat, heisst jetzt, seit er eine neue Funktion versieht, die ihn mehr mit Ausländern in Kontakt bringt, Jordan). Joe ist ein weiteres Glied in der Verwaltung, seine Aufgabe ist, Mister Mei, dem Vice President, vorzutragen, was ich gerade ihm, Joe, vortrage. Zudem, führe ich weiter aus, wäre ich der Meinung gewesen, ich würde im “Economics”-Programm das Fach Kommunikation unterrichten. Andrerseits sei mir natürlich klar, dass die kürzlich erfolgten, unverhofften Abgänge bei den Dozenten die Universität in eine schwierige Lage gebracht habe und ich deswegen auch durchaus bereit sei, ein Semester lang “Spoken English” zu unterrichten, auch 18 Stunden, sofern mir die vier Extra-Stunden bezahlt würden.


Joe lächelt nervös. Da ich als Business-Dozent angestellt sei, sei mein Salär ja sowieso schon höher als dasjenige der Englisch-Dozenten … Ich unterbreche ihn, freundlich und bestimmt: Joe, ich rede hier nur von meinem Vertrag und von gar nichts anderem, und mein Vertrag ist inbezug auf die Zahl der Stunden, die ich zu unterrichten habe und bezüglich der Höhe des Lohnes klar und eindeutig. Er verstehe meinem Standpunkt, er werde ihn Mister Mei unterbreiten, sagt Joe.

Aus: Hans Durrer: Warum rennen hier alle so? Die Erfahrung der eigenen und der fremden Kultur, Edition Rüegger 2017

Sunday, 17 May 2026

Fluchtpunkt Entebbe

Im Juni 1976 entführte ein deutsch-palästinesisches Terrorkommando eine Passagiermaschine nach Entebbe, Uganda. Erstaunt lese ich: "Für Empörung sorgte vor allem die israelische Befreiung der Geiseln." Meine eigene Erinnerung ist ganz anders: Ich war beeindruckt von der gelungenen Befreiung. Heutzutage wundert mich diese Empörung allerdings nicht mehr, denn was auch immer Israelis tun oder lassen, der Zorn von sich engagiert Wähnenden wird nicht ausbleiben. Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen: Meines Erachtens gehören Netanjahu, ganz viele Siedler und alle, die Gaza dem Erdboden gleich gemacht haben, ins Gefängnis. Der Antisemitismus, und ganz speziell der linke, ist jedoch eine ganz andere Geschichte. Ich halte Antisemiten für krank, in Kopf und Seele. 

Fluchtpunkt Entebbe handelt zwar auch von der Befreiungsaktion in Uganda, doch vor allem von dem, was der Untertitel sagt: "Der linke Terrorismus und Israel". Ob es wirklich eine so gute Idee ist, diesem linken Terrorismus eine Plattform zu gehen, ist fraglich. Ich selber tendiere zur Einschätzung des ehemaligen regierenden Bürgermeister Berlins (in Berlin gibt es offenbar auch nicht-regierende Bürgermeister), Heinrich Albertz, der die Demonstranten gegen den Berlin Besuch des Schahs von Persien als "lächerliche Minderheit von Verrückten und Böswilligen" bezeichnete. 

Autor Jan Gerber bietet diesen sogenannt linken Ideen jedoch nicht nur eine Plattform, er macht auch auf vieles aufmerksam, dass einem schon längst wieder entfallen ist, wie den Mord an den beiden Mitarbeitern der israelischen Botschaft in Washington, Sarah Milgrim und Yaron Lischinsky am 21. Mai 2025, oder von dem man gar nie Kenntnis genommen hat (Ja, natürlich, ich spreche von mir), wie etwa den Angriff auf eine El Al-Maschine im Januar 1975 am Pariser Flughafen Orly, bei der die Sprengköpfe die startende Maschine nur knapp verpassten. Auch viele andere, überaus nützliche Informationen liefert dieses Buch.

Wie schon die Nazis, so trennten auch die Flugzeugentführer in Entebbe Israelis von anderen Passagieren. Die Staatsangehörigkeit, die man (in aller Regel) bei der Geburt bekommt (ungefragt), macht einen gemäss einer mehr als nur gerade verqueren Logik, zu einem "legitimen" Ziel? Ein Phänomen, das sich durch die Geschichte zieht und wiedereinmal zeigt, dass der Mensch alles andere als ein rationales Wesen ist.

Überaus aufschlussreich sind Sigmund Freuds Ausführungen zum Antisemitismus, den er auf religionsgeschichtliche Ursprünge zurückführt. "Ich wage die Behauptung", so Freud 1939, "dass die Eifersucht auf das Volk, welches sich für das erstgeborene, bevorzugte Kind Gottvaters ausgab, bei den anderen heute noch nicht überwunden ist, so als ob sie dem Anspruch Glauben geschenkt hätten."

Jan Gerber ist bei der Suche nach der Motivation für den bewaffneten deutschen Antizionismus auch auf das antiimperialistische Weltbild gestossen. "Es diente der Linken über Jahrzehnte hinweg als Schablone zur Bewertung des Weltgeschehens." Ideologie pur also, und entsprechend lebensfremd und gefährlich. "Eine Ursache für die Anziehungskraft dieser starren Weltsicht lag in der Dauerkrise, in der sich die ausserparlamentarische Linke während des Kalten Krieges befand." Dass der Politikwissenschaftler und Historiker zu politischen Erklärungen greift, ist wenig überraschend, doch "die Anziehungskraft dieser starren Weltsicht" liegt abseits der Politik: In der Psyche dieser Leute.

Fluchtpunkt Entebbe ist reich an Fussnoten, was irgendwie impliziert, mit dem rechten Wissen müsste dem Antisemitismus beizukommen sein. Dahinter steckt der Glaube an die Macht der Argumente, der allerdings nur von Studierten geteilt wird. Begriffe werden geklärt, historische Herleitungen präsentiert (das akademisch Übliche also), doch ab und zu stösst man auch auf solch erfreuliche Formulierungen wie "Kasernenhofsozialismus sowjetmarxistischer Machart", die sogenannt Komplexes überaus treffend auf den Punkt bringen.

"Dieser Band versammelt Texte aus mehr als zwei Jahrzehnten", so die editorischen Bemerkungen am Schluss des Buches. Neben dem Artikel über Entebbe ist vor allem "Der Mord an Heinz-Herbert Karry" zu erwähnen, der zusammen mit Juliane Weiss verfasst wurde. Der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry, "einer der ersten Juden, die es nach der Ermordung Walther Rathenaus durch Angehörige der völkischen Organisation Consul 1922 auf einen deutschen Ministerposten geschafft hatten", wurde am 11. Mai 1981 in Frankfurt erschossen. Die Auseinandersetzung mit seiner Ermordung stehe immer noch am Anfang (!?), erfahre ich, und dass der nachmalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland und Karrys Freund, Ignatz Bubis, zum Feindbild der Linken wurde.

Mit Ignatz Bubis verbinde ich eine Geschichte, die er einst in einer Fernsehsendung erzählte und mich seither begleitet: Bei einer Versammlung der Rabbiner im dortigen Konzentrationslager im Zweiten Weltkrieg, berieten diese, ob Gott angesichts der Nazi-Gräueltaten nicht wegen erwiesener Unmenschlichkeit zum Tode verurteilt werden müsse. Nach durchwachter Nacht kamen sie am frühen Morgen zu ihrem Urteil. Ja, Gott gebühre der Tod, befanden sie einmütig. Da ging die Sonne auf und der Oberrabbiner sagte: Und jetzt, lasset uns beten und Gott preisen für die Pracht dieser Welt.


Jan Gerber
Fluchtpunkt Entebbe
Der linke Terrorismus und Israel
Artikel, Aufsätze und ein Gespräch
Edition Tiamat, Berlin 2026