Diese Fotos hat Blazenka Kostolna aufgenommen. Nicht nur diese, sondern ganz viele mehr, doch diese haben mich am meisten angesprochen. Mit anderen Worten: Diese Aufnahmen zeigen nicht, wie ich mich an diesem Donnerstag, dem 19. September 2024, 11 Tage vor meinem 71igsten Geburtstag der Kamera präsentiert habe, denn es gab noch viele andere, auf denen ich ganz anders aussehe; diese Aufnahmen sind die, für die ich mich entschieden habe, sie online zu stellen.
Wednesday, 25 September 2024
Wednesday, 18 September 2024
The Meaning of Being Silent
Wednesday, 11 September 2024
American Dirt
Friday, 6 September 2024
Martha Gellhorn: Die Araber von Palästina
Wednesday, 4 September 2024
Do Not Give Way to Evil
The first few sentences, sometimes the first few paragraphs, do it for me – or they don’t. In any book, and that includes photo-books.
Wednesday, 28 August 2024
Wunder Italiens
Dieses ansprechend gestaltete Werk (Wagenbach, Berlin 2024) versammelt Texte italienischer Autoren (Frauen wie Männer), hauptsächlich des Zwanzigsten Jahrhunderts. Das Ziel dabei war, das leite ich aus dem Titel ab (einschlägige Informationen fehlen), auf das Wunder Italiens aufmerksam zu machen. Anders gesagt: Auf das Spezielle an Italien hinzuweisen. Doch ich irrte mich, denn was diese Texte gemein haben, ist nicht Italien, sondern eine italienische Art und Weise durchs Leben zu gehen, sei es im Heimatland, sei es in der Schweiz, Marseille oder in New York.
Eingeleitet wird das Büchlein (es umfasst ganze 80 Seiten) von einem Prolog von Giacomo Leopardi, der darauf hinweist, dass die italienischen Gebräuche und Gewohnheiten (Sitten will er sie nicht nennen), eher regional als national seien. Der anschliessende Text von Francesca Melandri führt dann genau das vor, am Beispiel des Südtirol.
Umberto Eco erzählt von einem pakistanischen Taxifahrer in New York, der nichts von Italien weiss und nicht glauben kann, dass ein Land keine Feinde hat. Pier Paolo Pasolini berichtet vom Verschwinden der Glühwürmchen und dem Lebensgefühl der fröhlichen, mittlerweile ebenfalls verschwundenen Bäckerjungen, mit den für mich schönsten Sätzen dieses Bändchens. "Der Welt des Reichtums hatte er seine Welt, mit eigenen Werten, entgegenzusetzen: Vor allem: Dieser Junge war fröhlich." Natalia Ginzburg erinnert sich an ihre kaputten Schuhe.
Die Texte sind ganz unterschiedlich, beschreiben Städte, Landschaften und Menschen. Auch die offenbar unerlässlichen Ausflüge in die Geschichte fehlen nicht. Mein Favorit ist Luigi Malerbas "Sightseeing in Rom", eine höchst amüsante Geschichte, in der Schweizer Touristen bzw. deren Mentalität, die für Römer gänzlich unbegreiflich ist, eine zentrale Rolle spielen.
Es versteht sich: Die Italiener gibt es natürlich nicht. Genauso wenig wie die Römer oder die Piemontesen. Obwohl jeder und jede weiss, dass sie es eben doch gibt. Irgendwie. Überaus erhellende Gedanken zu diesem Thema stammen von Michela Murgia, die unter anderem meint: "... denn von derselben Mutter geboren zu werden, hat noch niemals Zugehörigkeit gestiftet, nicht einmal unter Katzen."
Fazit: Eine sehr gelungene Darstellung der diversità italiana, anregend, informativ, zum Schmunzeln.
Wednesday, 21 August 2024
Reisevorbereitungen
Bevor ich mich dann auf den Treck durchs Outback machte, ging ich die Liste von Sachen durch, die man als Weisser braucht, um die Reise gesund und munter zu überstehen, und sah mir dann an, was die Aborigines für dieselbe Reise brauchen.
Als Weisser braucht man folgendes: robuste Wanderstiefel, grosse Feldflaschen mit ausreichend Wasser, Verbandskasten, Funkgerät, Taschenlampe, Konservendosen mit allen erdenklichen Lebensmitteln unter der Sonne (weswegen sie ja auch eingedost werden), breitkrempiger Hut mit einem Loch seitlich in der Krempe für das Funkgerät oder Walkie-talkie, Gewehr und Messer für den Selbstschutz für den Fall, dass man noch so einen Idioten wie sich selbst trifft, Karten der Gegend (die sich aber nicht gross verändert hat, seit Banjo Paterson 1896 „Waltzing Matilda“ schrieb), Telefon- und Faxnummern, damit man im Notfall den nächsten Koalabären (strenggenommen gar kein Bär), der einen Pager hat, anpiepen kann, und Serum gegen Schlangen- und Spinnengift. Wenn man allerdings von der australischen Schwarzen Witwe gebissen wird, heisst es schon bei der Premiere gute Nacht. Übrigens frisst das Weibchen dieser Schwarzen Witwe sein Männchen bei der Paarung auf. Meinem Freund Piers Akermann zufolge hat das Männchen einen Penis, der wie ein Korkenzieher aussieht; das erklärt vielleicht das Verhalten des Weibchens. Wenn man von einer Taipanschlange gebissen wird, hat man leider auch keine Zeit mehr, sich die aktuelle Software-Version zu besorgen. Der Taipan denaturiert das Blut, spaltet es sofort und total auf. In Australien heisst es, ein Taipan könne ein Pferd in einer halben Sekunde umbringen.
Das wäre also die Liste von Sachen gewesen, die man als Weisser braucht, um im Outback zu überleben. Die Liste für Aborigines ist naturgemäss sehr viel kürzer. Sie umfasst eigentlich nur einen Gegenstand: einen Stock.
Kinky Friedman: Strassenpizza








